GIS

 

2D – Ansicht des 3D, hochauflösenden, digitalen Höhen-Modelles (DHM) eines Projektgebietes. Weiß sind sogenannte „no-go-Gebiete“, wie Naturschutzgebiete. (Auszug der Ergebnisse der Diplomarbeit von Olli Jakobsson)

GIS-ANSATZ ZUR OPTIMIERUNG VON ONSHORE-WINDPARK INFRASTRUKTUR

In Kooperation mit der Universität Turku (UTU), Finnland, wurden in Form einer wissenschaftlichen Untersuchung Methoden für computergestützte Optimierung von Windpark-Infrastruktur entwickelt. Dabei wurden sogenannte Geographische Informationssysteme (GIS) eingesetztDie Ergebnisse wurden in der Diplomarbeit unseres Werksstudenten, Herrn Geographen  Olli Jakobsson,  vorgestellt.

Hintergrund

  • Infrastrukturkosten von Windparks liegen in der Regel im Bereich von 10 bis 15 Prozent der gesamten Projektkosten.
    An absoluten Werten könnten Infrastrukturkosten – je nach Projektgröße- mehrer Millionen Euro erreichen.
  • Die Auslegung der Infrastruktur während  Planung wird in der Regel von Bauingenieuren mit traditionellen und subjektiven Arbeitsmethoden, wie zum Beispiel, Vorortbesuche,  Feldbeobachtungen und Handzeichnungen durchgeführt.
  • Die Anwendung eines Optimierungsalgorithmus bietet ein objektiveres Verfahren für die Auslegung. In Kombination mit hochauflösenden LIDAR-Geländedaten können so nachhaltig Kosten eingespart werden.

 

System-Output

  • Festlegung einer Methodik zur Bestimmung des optimalen Pfades,
  • Untersützung der Windpark-Infrastruktur-Auslegung und Planung in GIS-Umgebung
  • Entwickelung kombinierter Verwendung von hochauflösenden Geländedaten in einer Least-Cost-Pfad (LCP) Analyse unter Verwendung von Mehrkriterienbewertungs (MCE) Methoden
  • Identifizierung optimaler Methoden für die Ausrichtung der Infrastrukturnetze auf Basis multibler Optimierungsziele im Untersuchungsgebiet


System-Input

  • Hochaufgelöste Geländedaten (Höhe, Vegetationshöhe) durch LIDAR Scans, vertikale Auflösung: 0,18 m, horizontale Auflösung: 1,0 m (wird von uns geliefert, falls nicht vorhanden)
  • Planungsdaten gemäß dem Bauleitplan (Turbinenstandorte, Projektgebiet, Ausschlussgebiete, „no-go-Areas“ )
  • Anforderungen an die Zuwegung moderner Windenergieanlagen (max Hangneigung um 8-12% oder 5-7 Grad)

 

Vorteile

  • Erfolgreiche Optimierung der Gesamtlängen von internen Straßen- und Stromnetz-Verbindung dank Nutzung neuester LIDAR und GIS-Technologie.
  • Das Modell ist sehr flexibel und kann existierende Straßen integieren, „No-Go-Areas“ z.B. wie Naturschutzgebiete, automatisch umgehen.
  • Die Umsetzung der verschiedenen Szenarien schafft eine gute Übersicht über die bestehenden Optionen
  • Der Fokus kann jederzeit zwischen Straßen- oder  Netzanschluss-Optimierung neu gewählt werden.