FAQs

wind and gras under the sky

Foto von “followtheseinstructions” / creative commons

Diese Seite enthält Antworten auf einige häufig gestellte Fragen über Windkraft. Wenn Sie etwas hinzufügen möchten oder eine Frage privat fragen, wir wünschen Ihnen, uns zu kontaktieren. Projektspezifische Informationen finden Sie auf der Projekt-Seite.

1. Ist Windenergie rentabel?

Die Energiewirtschaft, Behörden und die meisten politischen Parteien glauben, dass wir die Produktionskapazität von erneuerbaren Energiequellen u.a. Windenergie erhöhen sollten.  Hier sind einige Gründe, warum:

  • viele alte europäische Kernkraftwerke müssen in naher Zukunft  geschlossen werden muss, weil sie das Ende ihres Lebenszyklus erreichen. Es besteht daher ein Bedarf für erneuerbare Energien, wie die heutige Weg zum Einkaufen nachhaltig. Die besten Lösungen werden durch den Vergleich der Kosten für die Energieerzeugung durch Energiequelle gefunden.

Die UN Intergovernmental Panel on Climate Change hat berichtet, früher in diesem Jahr, dass erneuerbare Energien bereits mit Kernkraft und Kohle (IPCC 2011) Kosten wettbewerbsfähig werden. Unfälle wie die an der Kernkraftwerk Fukushima macht auch strengere Sicherheitsanforderungen an die Energieproduktion. Dies bedeutet, dass die Kosten der Kernkraft steigen, die Vorteile zusätzlicher Wettbewerbs für erneuerbare Energien zur Verfügung stellt.

  • Die sog.  Energiestehungskosten sinken mit laufender Technologieentwicklung. Die Preise sind bereits auf ein solches Niveau gefallen, das heute global mehr erneuerbare Energie installiert werden, als fossile und Kernkraft kombiniert. In Großbritannien kamen Experten zu folgendem Fazit: „Die finanziellen Risiken im Zusammenhang mit dem Bau neuer Kernkraftwerke sind oft größer als viele Stromversorger alleine tragen können. Die Risiken müssen zwischen öffentlichen und dem privaten Sektor gemeinsam getragen werden.“ und „Die (britische) Regierung muss bereiten sein diese finanzielle Risiken mit Steuergeldern mitzutragen “ (Gray 2012). Dem gegenüber wird angenommen, dass die Windkraftindustrie  bald in der Lage sein wird ohne finanzielle Unterstützung auskommen.
  • Die Strompreise fallen, da der zusätzliche Windstrom die Strommenge am  Markt erhöht. Dies gilt sowohl für die Energie, die durch Wind oder in anderer Weise erzeugt wird. Die schwedischen Energiebehörden haben geschätzt, dass elprisen um mindestens 5% sinken, wenn sie weiterhin die Windenergie (Energy Agency, 2011) zu erweitern.

Erneuerbare Energie ist Zukunft. Mit einer Kombination aus Sonne, Wind, Wasserkraft und Bioenergie und einer klügeren Nutzung der Energie kann eine kostengünstige und nachhaltige Energiezukunft geschaffen werden

 

2. Wie wirken sich Windparks auf die Landschaft aus?

Windenergieanlagen sind hoche Bauten und damit zwangsläufig sichtbar. Die visuelle  Auswirkungen auf die Landschaft ist die häufigste negative Umweltauswirkungen, die mit der Windenergie verbunden wird (Wekman 2006). Bei der Entwicklung von Windparks ist deshalb die Untersuchung der Auswirkung auf die Landschaft im UVP-Verfahren und und bei der Planung fester Bestandteil.

Die Landschaft im Projektbereich und Umgebung ist häufig bereits durch menschliche Aktivitäten (Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Bergbau) betroffen. Deshalb ist selbst in Skandinavien die Umgebung unberührt. Von Beginn der Planung, werden z.B. beispielsweise durch Bewegen oder Entfernen der Windkraftanlagen  in der Nähe der Küste entfernt  die Auswirkungen auf die Landschaft so weit wie möglich verringert. Die Verwendung von Foto-Montage, sogn. Visualisierungen  helfen dabei von Anfang eine realistische Einschätzung zu erhalten.

Das persönliche Erleben des Effekts von Windturbinen auf die Landschaft ist auch eine Frage des individuellen Geschmacks: einige denken, dass sie hässlich sind, während andere sie als schön empfinden. Die lokale Meinung der Menschen ändert sich häufig zum positiven, nachdem die Turbinen gebaut wurden. Dies haben z.B. Umfragen ergeben, die Motiva und Wpd Finland Oy in der Umgebung ihrer Projekten durchgeführt hatten.

3. Sind Windparkprojekte eine Gefahr für die nationale Sicherheit oder militärische Radarsysteme?

Windparks sind keine Bedrohung für die nationale Sicherheit. Im Genehmigungsverfahren und die sorgfälltige Planung verhindert dies erfolgreich. So beschreiben die jeweiligen nationalen Planungsempfehlungen eindeutig die Prüfung der nationale Sicherheit im Planungsprozess. U.a. werden aufwendige Radarstudien verlangt, die mit 3D Modelle der Umgebung und des Windparks potentielle Störung von Radarsystemen erkennen können. Nur mit schriftlicher Zustimmung der nationalen Sicherheitskräfte kann weitergeplant werden.

4. Geht von Windparks Gefahr für die Flugsicherheit aus?

Das Genehmigungsverfahren für Flughindernisse kann in zwei Phasen unterteilt werden: Die erste Phase fordert eine Stellungnahme der Zivilen Luftfahrsbehörden und in einer möglichen zweiten Phase Genehmigungen  von nationalen Transportsicherheitsbehörden, in Finnland z.B.  ist dies TraFi.

Nationale Richtlinien regeln mit welcher Kennzeichnung/Befeuerung  ein Windpark ausgerüstet sein muss. Unter anderem werden folgende Punkte bewertet: Windturbinenhöhe und Farbe, Intensität und Position der Flughindernisbefeuerung.

5. Sind Windparks eine Gefahr für Vögel und Seeadler?

Nach veröffentlichten Studien finden z.B. in Finnland jedes Jahr etwa ein oder zwei Vögel pro Windkraftanlage den Tod durch Kollision mit Windenergieanlagen (Koistinen 2004). Die Figur erscheint nicht hoch im Vergleich wie viele Vögel durch Stromleitungen (200.000 / Jahr), GSM-Masten (100.000 / Jahr) oder durch Verkehr (4,3 Mio. / Jahr) sterben.

Neben Kollisionen gibt es andere Risiken für Vögel. Windkraftanlagen können bei schlechter Sicht durchziehende Zugvögel erschrecken, damit auch deren Fressgewohnheiten (Birdlife Suomi 2011) ändern. Windparks bedroht allerdings nicht die lokale Vogelpopulation , weil die Wirkung durch Berücksichtigung während der Planung des Standortes der Windenergieanlagen (Birdlife Suomi 2011) minimiert werden kann. Beispielsweise werden heute die interne Netzverkabelung gewöhnlich unterirdisch verlegt, bei der Anordnung der Windräder im Park Migrationsrouten berücksichtigt, ebenso die Wahl eines bestimmten Turbinentyps die Gefahr von Kollisionen zu minimieren.

Seeadler und andere große Raubvögel können Schwierigkeiten haben, die  Geschwindigkeit der Rotorblätter von Windenergieanlagen (Tuulivoima Tieto 2011b) einzuschätzen. Der WWF veröffentlicht Anweisungen, welche den Seeadler schützen und auf die bei der Planung der Parks an Küsten zu achten ist. So dürfen keine Windenergieanlagen innerhalb von 2 km um ein genutzes Seeadlernest gebaut wird.  Die Umweltämter prüfen diese Vorgaben.

Die Zählung von Vögel z.B. von Seeadler sind Teil des UVA-Berichts und werden durch Ornithologen vor Ort aufgenommen, sind für das Genehmigungsverfahren und die allgemeine Planung zwingend erforderlich.

6. Welche weitere Auswirkungen von Windkraftanlagen auf die Umwelt werden untersucht?

Jede anthropogenen Landnutzung hat Auswirkungen auf die Umwelt, einschließlich die der Windkraft. Häufig haben Projektgebieten bereits anderweitige Landnutzung, die Spuren in der Umwelt hinterlassen, zB Forst- und Landwirtschaft oder Bergbau, was bedeutet, dass selten die Umwelt unberührt ist. Es ist wichtig darauf hinzuweisen, dass aufgrund der Nutzung der Energie des Windes andere Landnutzung nicht ausschliesst,  da der unmittelbare Bereich um die Windkraftanlagen und dere Infrastruktur nur einen kleinen Teil des geplanten Windparks in Anspruch nimmt. Die ursprüngliche Landnutzung setzt sich so in den weiteren Teilen der Windparks fort.

Die Vegetation innerhalb der Windparks wird in Naturstudien (im Zuge der UVA) untersucht, welche für Windkraftprojekt von Industriegröße obligatorisch sind, in jedem Fall mit einer Naturinventur. Die durchführenden Biologen beschreiben dann auch von Fall zu Fall weitereführende Untersuchungen über die Flora und Fauna. Diese Informationen fliessen dann ins UVA-Verfahren verwendet, um die Auswirkungen auf die Regionen Flora und Fauna zu beurteilen.

Viele Länder haben bereits 20 Jahre Erfahrung in Auswirkungen der Windkraft auf Rinder, Pferde und Wild wie zB Rentiere. Alle Studien zeigen klar, dass nach der Bauphase die Tiere sich schnell an den von Windenergieanlage ausgehenden typischen Klang anpassen. Diese Tiere zeigen nach wenigen Wochen wieder normalen Verhalten.

7. Welche Auswirkungen haben Windparkprojekte auf die lokale Wirtschaft?

Die Windenergie-Industrie in Deutschland beschäftigt 2015 schon  150.000 Mitarbeiter, welche in der Projektentwicklung arbeiten, im Betrieb, Projektmangement , Finanzierung und Bau.

Wenn man sich die Zahlen für die Beschäftigung pro Windpark ansieht, so beschäftigt ein Windpark mit 100 MW laut Teknologiateollisuus (2009) 

1.180 Mannjahre, von denen:

10 Personenjahre für Projektentwicklung und Expertendienstleistungen
70 Personen-Jahre für den Bau von Infrastruktur
800 Personenjahre Betrieb und Unterhaltung
300 Personenjahre für Turbinenherstellung, Materialien, Komponenten und Systeme

8. Sinken Grundstücke in der Umgebung von Windparks im Wert?

Es gibt eine allgemeine Angst, dass sich Windparks auf benachbarte Grundstücke einen negative Auswirkung haben. Einen Zusammenhang wurde in einer Studie von Ho et al (2009) nicht gefunden. In dieser gründlichen Studie von Berkeley Lab in den Vereinigten Staaten fand sich keine statistisch signifikante Korrelation zwischen der Sichtbarkeit des Windparks und der Entfernung zum Windpark und dem Wert der Immobilie.

9. Welche Auswirkungen hat Windenergie auf Tourismus?

Windturbinen können laut  (Tuulivoima Tieto 2011a) eine positive, negative oder neutrale Auswirkungen auf den Tourismus haben. Basiert der Tourismus allerdings auf unberührten Natur ist ein negativer Einfluss des Betriebs auf  Tourismus erwartbarer. Windkraftanlagen können auch positive Auswirkungen auf den Tourismus haben, wenn sie als Touristenattraktion betrachtet werden (Tuulivoima Tieto 2011a).

10. Was ist mit Eisansatz oder Eiswurf ?

In kalten Klimazonen kann es an den Rotorblättern zu Vereisungen kommen. Das Eis kann bis zu 300 Meter von der Windturbine fallen oder geworfen werden. Schwere Unfälle wegen Eiswurfs sind bisher nicht berichtet (VTT 2010: 21). Dies bedeutet nicht, dass dieser Aspekt vernachlässigt werden sollte.

Eisansatz auf Gebäude und Metallstrukturen wie Masten oder Türme kann ein Problem in kalten Klimazonen sein. Dies hat längere Zeit die Verwendung solcher Flächen für die Windenergie eingeschränkt, weil es keine wirtschaftliche und nachweislich bewährte technische Lösungen gab (VTT 2010: 7).

 

Eisansatz am Rotorblatt (Bild: efe)

Die Beurteilung vom Risiko des häufigen Eisansatzes im jeweiligen Projektgebiet ghört zur Projektentwicklung. Es kommen immer mehr Eisdetektoren auf dem Markt. Eisdetektoren werden immer häufiger während der Windmesskampagnen mit verwendet, um einen ersten Einblick in die Risiken der Vereisung vor Ort zu erhalten. Darüber hinaus stellen nationale Meteorologische Institute sogenannte digitale Eis-Atlanten zur Verfügungen, woraus Trends für die Projektregionen abgeleitet und mit den Vor-Ort-Messungen abgeglichen werden können.


Heute gibt es viele bewährte Lösungen für die kalten Klimaten Risiken können die Windenergieanlagen verursachen:

Erkennung von Eisansatz

  • Moderne Windkraftanlagen werden mit einer Kombination von Sensoren ausgestattet, die Geräusche und Vibrationen zu erfassen. Diese werden verwendet, um verschiedene Teile der Windturbine zu überwachen, z.B. Turm, Rotorblätter, Generator, deren Verhalten und die Wechselwirkung miteinander. Die  erfassten Signale werden aufgezeichnet und mit einem Programm analysiert. Dieses Verfahren wird im Betrieb als „Monitoring“ bezeichnet.
  • Nach Installation und Inbetriebnahme der Turbine zeichnet dieses Überwachungssystem das normale Verhalten der Turbine auf.
  • Wenn das Rotorblatt im Winter feuchter Luft ausgesetzt ist, kann sich Eis auf der Rotorblätternoberfläche bilden. Bereits dünne Eisschicht beeinflussen die Vibrationseigenschaften des Rotorblatts, die durch das Monitoringsystem wahrgenommen werden.
  • Sobald so Eisansatz auf den Rotorflügeln registriert werden stoppt die Windenergieanlage automatisch und das Enteisungssystem wird aktiviert.


Enteisung

Es gibt drei Typen von Enteisung auf dem Markt:

  • Heißluftheizung, die im hohlen Rotorblatt heiße Luft auf die Inneseite der Blattoberfläche bläst um dort die Temperatur zu erhöhen.
  • Metallfolie auf der Oberfläche der Rotorblätter, angwante Flugzeugtechnik: Strom erzeugt Wärme, die das Eis auf den Rotorblättern schmilzen lässt.
  • Eingewobene Stromleiter. Dies ist die am weitesten eingesetzte Enteisungsmethode, die auch den Vorteil hat, dass sie nicht den Elementen ausgesetzt ist. Diese Methode funktioniert so, dass ein Netzwerk von sehr feinen Struktur in das Rotorblatt integriert ist. Eine intelligente Steuerung sendet Strom in unterschiedlichen Frequenzen durch das Netzwerk im Rotorblatt, welche das Eis schmilzt wenn benötigt. Das System kann schon im normalen Betrieb aktiviert werden.


Anti-Icing

  •  Eine hydrophobe Beschichtung auf dem Rotorblatt beeinflusst wie schnell sich Eis auf den Rotorblättern bildet. Es laufende intensive Forschung zu diesem Thema, allerdings zeigt sich bisher die Herausforderung gleichzeitig die anderen Anforderungen an Rotorblätter zu erfüllen, wie keine Reflexion, keinen Einfluss auf die Radar, usw.

 

11. Ist die durchschnittliche Windgeschwindigkeit im Winter niedriger ?

Es scheint oft die Meinung zu bestehen, dass die Windgeschwindigkeit in Winter zurückgehen. Dieser Effekt kann bei extrem tiefen Temperaturen (-30 Grad oder weniger) auftreten, im Zusammenhang mit hoher Sonneneinstrahlung während wolkenlosen Hochdruckgebieten (VTT 2010: 17). Solche Wetterbedingungen sind jedoch relativ selten. Tatsächlich wird über die Hälfte der Jahresenergieproduktion im Winter produziert (STY 2010).

Kalte Luft ist dichter als warme, was dazu führt, dass, obwohl die Windgeschwindigkeit die gleiche ist wie im Sommer,  die Rotorblätter schneller drehen. Die Luftdichte wirkt sich so auf die Energieerzeugung der Windturbine aus. Z.B. bei -30 ° C wird die Luft 27% dichter als bei + 35 ° C, ähnlich steigt dabei die Energieerzeugung  (VTT, 2010: 17). Außerdem mindert Eis auf zugefrorene Wasseflächen und Schnee auf die Unebenheiten in der Umgebung die Turbullenzen des Wind ab, der Wind ist mehr laminar.

12. Wie groß ist die Schallbelästigungen durch Windkraftanlagen auf die Anwohner in der Umgebung? 

Der typische zischende Geräuch von Windturbinen entsteht wenn das Rotorblatt am Turm vorbei streicht. Andere Schallquellen u.a. der Generator (Di Napoli 2007: 14).

Die Empfehlungen der jeweiligen nationalen Umweltministerien müssen bei der Planung eingehalten werden. Häufige Schallobergrenzen sind 45 dB an nächsten Häuser tagsüber  ( 7-22h) und max. 40 dB in der Nacht (bei 22-7):

 

Ljudnivån i olika sitationer (Bild: Brüel & Kjær 2011)

Schallnivea während typischer Lebenssituationen (Brüel & Kjær 2011)

Schallstudien werden für alle in Frage kommenden, alternativen Anlagentypen für das jeweilige Projekt durchgeführt.
Die Windturbinen-Technologie schreitet zugleich schnell voran – Die Schallemissionen modernen Windkraftanlagen sind deutlich niedriger geworden (Rogert et al. 2006). In unseren Projekten wird auf dieVerwendung der bestmöglichen Technologie großen Wert gelegt, um die Schallbelastung zu minimieren.

Alle Studien über den Schallimmissionen auf werden pro Projekt veröffentlicht.

13. Muss ich mir wegen Infra-Schall Sorgen machen?

Oft wird tieffrequenter Schall als ein Problem genannt, wenn über Auswirkungnen von Windenergie gesprochen wird. Der typische Geräuschpegel, welcher das menschliche Ohr wahrnehmen kann liegt zwischen 20 bis 20.000 Hertz (Hz). Niederfrequenten Töne reichen von 20 Hz bis 200 Hz, Töne unter 20 Hz werden Infraschall genannt (O’Neal et al. 2010).  Frequenzen unterhalb von 20 Hz können auch wahrgenommen werden. Die Turbinentechnologie hat sich so weiterentwickelt, dass modernen Windkraftanlagen heute deutlich weniger Schall im Niederfrequenzbereich (O’Neal et al. 2010) erzeugen. In einer Studie von O’Neal et al. (2010) wurden an je einer moderne Windturbine von Siemens (SWT 2,3 MW, 93 m) und GE 1.5sle  Niederfrequenz und Infra-Schallmessung in 305 m Entfernung von den Windturbinen durchgeführt. Die Ergebnisse zeigten, dass auch in dieser Entfernung die Anforderungen der Niederfrequenz und Infraschall eingehalten wurden, welche für Schlafzimmer, Schulen und Krankenhäuser gelten. Weitere Studien kamen zu ähnlichen Ergebnissen.

14. Was wird unter Verwendung von reduziertem Schall-Leistungmodi verstanden?

In modernen Windkraftanlagen ist es möglich, die Schallemissionen mit reduzierten / gedämpften Geräuschpegel zu steuern. In der Praxis bedeutet dies, dass durch Veränderung des Rotorblattwinkel die Geschwindigkeit der Rotorblätter reduziert werden. Diese Funktion wirkt sich zwar etwas auf die Stromproduktion aus,  aber kann so den Schallleistungspegel bis um mehrere Dezibel reduzieren. Die Abschwächung / Verringerung der Schallemissionswerte kann programmiert werden, dass die Technologie beispielsweise nur bei einer bestimmten Windrichtung und / oder während einer bestimmten Zeit des Tages implementiert ist, der Betrieb aber weiterhin wirtschaftlich bleibt.

15. Durch Sichtbarkeitsensoren kann die Lichtintensität der Hinternisbefeuerung um mehr als  90% der Betriebszeit reduziert werden

Jetzt ist es in vielen Länder möglich, die Intensität des Flughindernisbefeuerung durch Sichtsensoren zu steuern. 

 

Literatur

BirdLife Suomi (2011). Tuulivoimaloiden rakentamisen ja käytön vaikutuksista lintuihin Suomessa. BirdLife Suomi.  25.10.2011. http://www.birdlife.fi/suojelu/paikat/tuulivoima.shtml

Di Napoli, C (2007). Tuulivoimaloiden melun syntytavat ja leviäminen.  Series The Finnish Environment. Ministry of the Environment. Helsinki. 32 p. http://www.ymparisto.fi/download.asp?contentid=64260&lan=fi 

Energimyndigheten (2011). Samarbetsmekanismer enligt förnybartdirektivet. 104 p. 15.11.2011. http://www.energimyndigheten.se/Global/Press/Pressmeddelanden/Samarbetsmekanismer_ER2011_16.pdf

Gray, R. (2012). Government must share financial risk of nuclear plants. The Telegraph. 1.7.2012. www.telegraph.co.uk/earth/energy/nuclearpower/9366922/Government-must-share-financial-risk-of-nuclear-plants.html

Hoen, B., R. Wiser, P. Cappers, M. Thayer & G. Sethi. The Impact of Wind Power Projects on Residential Property Values in the United States: A Multi-Site Hedonic Analysis. Ernest Orlando Lawrence Berkeley National Raport. 164 p. http://citeseerx.ist.psu.edu/viewdoc/download?doi=10.1.1.170.9833&rep=rep1&type=pdf

IPCC (2011). Special Report Renewable Energy Sources (SRREN). Intergovernmental Panel on Climate Change. 25 p. 15.11.2011. http://srren.ipcc-wg3.de/report/IPCC_SRREN_SPM.pdf

Koistinen, J (2004). Tuulivoimaloiden linnustovaikutukset. Ympäristoministeriön julkaisu sarjassa Suomen Ympäristö. 42 s. Edita Prime Ltd. Helsinki. http://www.google.fi/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&ved=0CC8QFjAA&url=http%3A%2F%2Fwww.ymparisto.fi%2Fdownload%2Fnoname%2F%257B3834441D-7A86-46A6-8E30-7142AE42B64A%257D%2F77516&ei=BKZnUrCCN6Xt4gTG-4DICQ&usg=AFQjCNFnXiCWWnrGiCW8ZX_5TQUYPjFqXw&bvm=bv.55123115,d.bGE&cad=rja

Pesonen, K (2004). Hiljaiset alueet. Hiljaisuuteen vaikuttavat tekijät ja hiljaisuuden kriteerit. Suomen ympäristö, julkaisu 738. https://helda.helsinki.fi/bitstream/handle/10138/40403/SY_738.pdf?sequence=1

O’Neal, R.D., Hellwed, R.D., Lampeter, R.M (2010). Low frequency sound and infrasound from wind turbines. Society of America 159th Meeting Lay Language Papers, Baltimore. http://www.acoustics.org/press/159th/oneal.htm

Rogers, A.L., Manwell, J.F., Wright, S. (2006). Wind turbine acoustic noise. A white paper Prepared by the Renewable Energy Research Laboratory Department of Mechanical and Industrial Engineering. University of Massachusetts at Amherst. Amherst. 26 p. 16.11.2011. http://www.minutemanwind.com/pdf/Understanding%20Wind%20Turbine%20Acoustic%20Noise.pdf

STY (2010). Kysymys-vastaus-pakki. Suomen Tuulivoimayhdistys ry. 2.11.2011. http://www.tuulivoimayhdistys.fi/tuulivoimayhd-files/STY_QA_vers_2010.pdf

Teknologiateollisuus ry (2009). Tuulivoima-tiekartta 2009. 27.10.2011. www.teknologiateollisuus.fi/file/7142/Tiekartta_2009.pdf.html

Tuulivoimatieto (2011a). Vaikutukset elinkeinoihin. Tuulivoiman tietopaketti. 27.10.2011. http://www.tuulivoimatieto.fi/vaikutukset_elinkeinoihin

Tuulivoimatieto (2011b). Vaikutukset kasvillisuuteen ja eläimistöön. Tuulivoiman tietopaketti. 26.10.2011. http://www.tuulivoimatieto.fi/vaikutukset_elaimiin

VTT (2010). Expert group study on recommendations for wind energy projects in cold climates. VTT technical research centre of Finland. In series VTT working papers. 63 p. http://arcticwind.vtt.fi/reports/RecommendationsForWindEnergyProjectsInColdClimates2009-VTT-W151.pdf

Wekman, E (2006). Tuulivoimalat ja maisema. Ympäristoministeriön julkaisu sarjassa Suomen Ympäristö. 42 s. Edita Prime Ltd. Helsinki. http://www.ymparisto.fi/download.asp?contentid=49861&lan=fi

WWF (2010). Ohje merikotkien huomioon ottamiseksi tuulivoimaloita suunniltaessa. http://www.wwf.fi/wwf/www/uploads/pdf/ohje_merikotka_ja_tuulivoima_wwf.pdf

YM (2012). Tuulivoimarakentamisen suunnittelu. Ympäristöministeriön raportteja 19. 70 s. http://www.ymparisto.fi/download.asp?contentid=127047&lan=fi